Tragikomödie · Beziehung

Mittwoch ist Matcha

Eine Tragikomödie über Ordnung und Aufbruch

Was bleibt von einer Beziehung, wenn plötzlich nichts mehr nach Plan läuft?
Illustration zu Mittwoch ist Matcha Morgen ist Donnerstag.
Spieldauerca. 90–100 Minuten
Besetzung2 Rollen · 1 w / 1 m
SpielbarZwei Darstellende
StatusVerfügbar beim Autor

Worum geht es?

Was bleibt von einer Beziehung, wenn plötzlich nichts mehr nach Plan läuft?

Lydia hat ihr Leben nicht nur im Griff, sie hat es terminiert. Jeder Wochentag besitzt seine Aufgaben, seine Getränke und seine Rituale; am Mittwoch gibt es Matcha und Meditation. Die Ordnung beruhigt sie, schützt sie und hält zuverlässig alles fern, was sich nicht abhaken lässt. Bis das Tablet vibriert und eine Nachricht erscheint, die offensichtlich nicht für Lydia bestimmt war: Claude hat eine Affäre.

Im ersten Teil begleitet das Publikum Lydia durch diesen Mittwochabend. Sie reagiert mit Wut, Trauer und scharfem Sarkasmus, probiert gedanklich die großen Gesten der Betrogenen – und stellt zunehmend irritiert fest, dass die Nachricht weniger in ihr zerstört als erwartet. Während sie weiter Dinge um zwei Millimeter geraderückt und ihre Routinen verteidigt, öffnet sich eine unbequemere Frage: Hat sie Claude verloren – oder haben beide längst aufgehört, einander wirklich zu suchen?

Nach der Pause beginnt derselbe Abend noch einmal, diesmal aus Claudes Perspektive. Claude, der eigentlich Klaus heißt, erzählt von seiner Ehe, seiner Affäre mit Mara und dem Wunsch, noch einmal als jemand Neues gesehen zu werden. Doch auch seine vermeintliche Flucht hat längst einen festen Mittwochstermin bekommen. Schließlich betritt er das gemeinsame Wohnzimmer – und Lydia und Claude stehen einander erstmals ohne Routinen und Ausreden gegenüber. Aus zwei Perspektiven und einer offenen Konfrontation entsteht eine tragikomische Bestandsaufnahme über Liebe, Gewohnheit, Verantwortung und die Frage, ob für eine lange Beziehung noch etwas Drittes möglich ist.

Für die Stückauswahl

Warum dieses Stück auf der Bühne funktioniert.

01

Nur zwei Rollen

Lydia und Claude erhalten jeweils einen eigenen, gleichgewichtigen Teil des Abends – und treffen in der Schlussszene unmittelbar aufeinander.

02

Ein Bühnenbild

Der gesamte Abend spielt im Wohnzimmer. Die Wirkung entsteht aus Timing, Figuren und wiederkehrenden Ritualen statt aus Umbauten.

03

Zwei Perspektiven – eine Konfrontation

Vor und nach der Pause verändert der Perspektivwechsel die Bewertung dessen, was das Publikum bereits zu wissen glaubte. Am Ende treffen beide Wahrheiten im gemeinsamen Wohnzimmer aufeinander.

04

Tragikomik aus dem Alltag

Matcha, Meditation, Müll und Ehekrise treffen aufeinander – komisch, präzise und ohne die Figuren der Lächerlichkeit preiszugeben.

Beziehungskomödie für zwei Personen

Zwei Menschen. Ein Mittwoch. Und plötzlich steht nichts mehr im Plan.

Mittwoch ist Matcha ist eine Tragikomödie für zwei Personen: Lydia und Claude erzählen denselben Mittwoch aus zwei Perspektiven, bevor sie einander in einer gemeinsamen Schlussszene gegenüberstehen. Matcha, Meditation und Mittwochsrituale treffen auf eine Affäre, eine lange Ehe und die Frage, ob sich Nähe neu erfinden lässt, wenn die vertrauten Kategorien nicht mehr tragen.

Figuren

01 Lydia

Ende fünfzig, attraktiv, beruflich souverän und mit einer kühlen, kontrollierten Ausstrahlung. Lydia organisiert nicht nur Termine, sondern auch Gefühle: Matcha, Meditation, Mama-Anruf und Müll haben ihren festen Platz. Die Nachricht von Claudes Affäre zwingt sie durch Wut, Trauer und beißenden Sarkasmus – doch ihre eigentliche Krise beginnt, als sie merkt, wie wenig der erwartete Zusammenbruch mit ihr macht. Hinter ihrer Strenge liegt keine Gefühllosigkeit, sondern die lange vernachlässigte Frage, wer sie ohne ihre Regeln sein könnte.

02 Claude / Klaus

Lydias Ehemann, Ende fünfzig, im Vertrieb und überzeugt davon, dass „Claude“ besser zu dem Mann passt, der er gern wäre, als sein eigentlicher Name Klaus. Er sehnt sich nach Spontaneität, Leichtigkeit und dem Gefühl, dass das Leben noch nicht vollständig verwaltet ist. Seine Affäre macht ihn nicht zum eindimensionalen Täter: Auch er ist unbeholfen, widersprüchlich und in den gemeinsamen Ritualen gefangen. Im zweiten Teil erhält er denselben Raum wie Lydia – und damit die Gelegenheit, seine eigene Version einer Beziehung zu erzählen, in der beide einander aus den Augen verloren haben.

Passt das zu Ihrer Bühne?

Geeignet für

Zweipersonen-Ensembles

Das Stück ist konsequent für eine Schauspielerin und einen Schauspieler angelegt und gibt beiden den gleichen Bühnenraum.

Kleine und freie Bühnen

Ein Spielort und geringer technischer Aufwand machen die Produktion auch in intimeren Spielstätten interessant.

Publikum für Beziehungskomödien

Der Stoff verbindet Wiedererkennung und Humor mit einer ernsthaften Frage: Was bleibt, wenn Gewohnheit stärker geworden ist als Nähe?

Leseprobe & Aufführung

Neugierig geworden?

Wer ein Stück auswählt, sollte es lesen können. Deshalb führt der schnellste Weg von hier direkt zur Leseprobe oder zu einer persönlichen Anfrage.

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