Konzentrierte Besetzung
Drei eigenständige Rollen tragen das gesamte Stück. Jede Figur hat Gewicht und bietet viel Spielraum für Schauspiel und Regie.
Psychologisches Drama · Schwarzer Humor
Ein psychologisches Kammerspiel
Ein Paket für einen Menschen, den es nicht gibt.
Wer zum Teufel ist A. Nima?
Worum geht es?
David lebt zurückgezogen in einer kargen Wohnung, fest eingerichtet in einem Alltag, der möglichst wenig Überraschungen bereithält. Dann steht vor seiner Tür ein Paket für „A. Nima“ – einen Menschen, den es im Haus nicht gibt. Obwohl David die Sendung ignorieren könnte, beginnt er sie zu öffnen. Darin liegen scheinbar zusammenhanglose Gegenstände: ein blaues Tuch, eine Taschenuhr und ein zerbrochener Spiegel.
Mit jedem Fundstück verschiebt sich die Wirklichkeit. Erinnerungen tauchen auf, Gewissheiten zerfallen und die geheimnisvolle Nachbarin Magda scheint mehr über das Paket und seinen Empfänger zu wissen, als sie zugibt. Ihre Andeutungen locken David tiefer in eine Vergangenheit, die er nicht vergessen hat, sondern mit großer Anstrengung von sich fernhält.
Im Spiegel begegnet David schließlich Nox: jünger, schärfer, zynischer – und für das Publikum leibhaftig sichtbar. Nox kommentiert, provoziert und widerspricht, bis nicht mehr sicher ist, wer hier wen beobachtet. Aus dem Rätsel um eine falsche Adresse entsteht ein psychologisches Kammerspiel über Schuld, Identität und die Frage, wie lange ein Mensch vor dem verborgen bleiben kann, was er selbst am besten kennt.
Für die Stückauswahl
Drei eigenständige Rollen tragen das gesamte Stück. Jede Figur hat Gewicht und bietet viel Spielraum für Schauspiel und Regie.
Ein einziger Spielort und wenige zentrale Requisiten machen das Stück auch für kleinere Bühnen realisierbar.
Das Rätsel um das Paket entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem Spiel mit Erinnerung, Identität und Wahrnehmung.
Bissige Dialoge und trockene Komik brechen die düsteren Momente auf, ohne ihnen die Wirkung zu nehmen.
Kammerspiel für drei Personen
A. Nima konzentriert sich auf drei Figuren und einen einzigen Spielraum. Die Spannung entsteht nicht durch große Umbauten oder technische Effekte, sondern aus Beziehungen, Erinnerung und dem Geheimnis um das Paket. Damit eignet sich das Stück besonders für kleinere Ensembles, Studiobühnen und Bühnen, die ein intensives Drei-Personen-Stück suchen.
Figuren
Ein müder, melancholischer Mann Mitte vierzig, der sich in seinem geordneten Alleinsein eingerichtet hat. Er reagiert mit Skepsis und trockenem Humor auf alles, was seine sorgfältig begrenzte Welt stört – und kann dem falsch adressierten Paket dennoch nicht widerstehen. Unter seiner kontrollierten Oberfläche arbeiten Erinnerung, Schuld und die Angst vor einer Wahrheit, die längst zu ihm unterwegs ist. David trägt das Stück vom alltäglichen Realismus bis an die Grenze seiner eigenen Wahrnehmung.
Davids elegante und rätselhafte Nachbarin, eine ältere Frau mit kontrollierter Stimme, schwarzen Handschuhen und einer auffälligen Mischung aus Nähe und Distanz. Sie spricht in Andeutungen, scheint Davids Reaktionen vorauszuahnen und führt ihn behutsam wie unerbittlich an die verschlossenen Räume seiner Vergangenheit. Ob Magda Helferin, Anklägerin oder selbst Teil des Rätsels ist, bleibt lange in der Schwebe.
Davids jüngeres, provokantes Gegenüber im Spiegel – sichtbar gewordener innerer Kritiker, verdrängte Stimme und vielleicht mehr als beides. Nox ist schnell, sarkastisch und ohne jede Rücksicht auf Davids Selbstschutz. Er spricht aus, was David verschweigt, verspottet dessen Ausflüchte und verschiebt fortwährend die Grenze zwischen Erinnerung und Gegenwart. Die Rolle lebt von Präsenz, sprachlicher Präzision und der beunruhigenden Vertrautheit zwischen beiden Männern.
Passt das zu Ihrer Bühne?
Mit nur drei Rollen eignet sich A. Nima besonders für Ensembles, die ein abendfüllendes Stück mit wenigen Darstellenden suchen.
Der überschaubare Bühnenaufwand lässt Raum für die Figuren und die psychologische Atmosphäre statt für Materialschlachten.
Die Nähe zwischen Publikum und Figuren verstärkt das Spiel mit Spiegel, Erinnerung und Wahrnehmung zusätzlich.
Leseprobe & Aufführung
Wer ein Stück auswählt, sollte es lesen können. Deshalb führt der schnellste Weg von hier direkt zur Leseprobe oder zu einer persönlichen Anfrage.
Nächster Schritt
Fragen zur Besetzung, Bühne oder Spielbarkeit beantwortet Thomas Haselmann direkt und ohne Umwege.